Verfügbarkeit von LTE

LTE ist in aller Munde, doch längst noch nicht in allen Häusern. Derzeit kann auf rund 30 Prozent des Bundesgebiets der Mobilfunkstandard der vierten Generation bezogen worden. Auf dem Land sind es bereits 50 Prozent. Verantwortlich dafür sind Auflagen der Bundesregierung. Diese verpflichtete die Netzbetreiber bei der Versteigerung der LTE-Lizenzen dazu, erst einmal ländliche Regionen zu versorgen, um die „weißen Flecken der DSL-Landkarte“ zu tilgen. Anschließend durften sie damit beginnen, die Metropolregionen zu versorgen. Telekom, Vodafone und o2 beendeten diesen Prozess im Frühjahr 2012. E-Plus, das als viertes Unternehmen ein LTE-Netz aufbauen dürfte, hat damit noch nicht begonnen.

Die aktuelle Verfügbarkeit von LTE bei der Telekom

Der ehemalige Staatskonzern hat das am besten ausgebaute LTE Netz in der Bundesrepublik. Besonders im Westen, Norden und Nordosten der Republik kann der Mobilfunkstandard häufig schon gebucht werden. In der Mitte Deutschlands sowie im Süden klaffen allerdings noch einige Löcher. Die Telekom beliefert inzwischen auch mehr als 60 deutsche Großstädte. Bis 2013 sollen es 100 sein. Wann das Bundesgebiet flächendeckend beliefert werden kann, lässt die Telekom jedoch offen. Ziel sei es, „jedem Kunden das schnellstmögliche Internet anbieten zu können“.

Verfügbarkeit von LTE bei der Telekom

Die aktuelle Verfügbarkeit von LTE bei Vodafone

Vodafone hat mächtig aufgeholt. Der Konzern ist vor allem im Westen und im Norden der Republik extrem aktiv. Im Osten haben die Düsseldorfer rund um Berlin ein fast flächendeckendes Netz aufgebaut. In den ländlichen Regionen von Baden-Württemberg und von Rheinland-Pfalz liegt die Abdeckung inzwischen auch schon zwischen 40 und 50 Prozent. Ein erkennbares Loch klafft in Bayern (insbesondere in Franken) sowie in Sachsen. Vodafone möchte das Bundesgebiet 2015 flächendeckend beliefern können.

Verfügbarkeit von LTE bei Vodafone

Die aktuelle Verfügbarkeit von LTE bei o2

Die deutsche Tochter der spanischen Telefonica hängt deutlich zurück. Auch o2 hat im Westen mit dem Ausbau begonnen und sich anschließend auf den Süden konzentriert. Im Norden des Landes gibt es vor allem in den Großstädten (Bremen, Hamburg, Kiel) bereits LTE. Dabei verfolgt o2 eine bemerkenswerte Strategie: Die Sendemasten stehen zumeist außerhalb der Städte in der Nähe der Ortsgrenzen, senden so in die Stadt hinein, gelten aber als ländlicher Ausbau. Der Weiterbau des Netzes soll in den kommenden Jahren deutlich forciert werden.

Verfügbarkeit von LTE bei O2

Das Problem Bundesnetzagentur

LTE könnte längst an deutlich mehr Orten verfügbar sein, wenn es die Bundesnetzagentur nicht geben würde. Dort muss die Inbetriebnahme aller Sendestationen genehmigt werden. Mittlerweile stauen sich dort mehr als 10.000 solcher Anträge. Allein Vodafone wartet auf 4700. Die entsprechenden Sendestationen sind meist sogar schon gebaut und dürfen nicht in Betrieb genommen werden. Wie dramatisch das Problem ist, zeigt folgender Vergleich: 2011 nahmen die Netzbetreiber durchschnittlich 1500 bis 2000 Sendestationen in Betrieb.