Tarifmodelle von LTE

Durch seine hohe Geschwindigkeit, die theoretisch bis zu 100 MB pro Sekunde betragen kann, ermöglicht LTE erstmals etwas, was weder sein Vorfahre UMTS noch DSL oder VDSL vermochten: Der Mobilfunkstandard der vierten Generation kann sowohl mit mobilen Endgeräten (Smartphones, Tablets, etc.) arbeiten als auch als Grundlage für ein Heimnetzwerk genutzt werden. Die unterschiedlichen Tarifmodelle der vier großen deutschen Anbieter (Telekom, Vodafone, o2, E-Plus bzw. BASE) spiegeln dies wider, haben doch alle Netzbetreiber getrennte Modelle in ihrem Portfolio. Allerdings arbeiten alle Tarife als Flatrate – dies bedeutet, gegen ein Fixpreis kann unendlich lange im Netz gesurft werden.

LTE Tarife für Zuhause: Speed, Datenvolumen und Zusatzleistungen bestimmen die Tarife

Die LTE Tarifmodelle für ein Heimnetzwerk orientieren sich größtenteils an den bestehenden Angeboten für DSL. Preislich differenziert wird vor allem nach Geschwindigkeit (gängig zwischen 3,6 MB und 7,2 MB pro Sekunde) sowie nach Zusatzleistungen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, auch ein Telefon zu dem Tarif zu ordern und damit ein „Komplettpaket“ abzuschließen. Die benötigte Hardware ist zumeist Teil der Tarifmodelle. Für ein Heimnetzwerk umfasst diese die notwendigen Kabel, den Splitter sowie den Router. Wer nur ein Gerät via LTE in den eigenen vier Wänden online bringen möchte, kann stattdessen auch auf einen mobilen Surfstick zurückgreifen. Bei einigen Tarifen muss dieser allerdings (zumindest teilweise) finanziert werden.

Aus der Mobilfunkwelt „herübergespült“ wurde zudem die Datenvolumengrenze. Wer surft, der tauscht tatsächlich Daten mit dem Netz. Die Datenvolumengrenze setzt ein Maximum fest, wie viele Daten getauscht werden können. Wird der Grenzwert erreicht, sinkt die Surfgeschwindigkeit auf UMTS herab und normalisiert sich im Folgemonat wieder. Je höher diese Grenze liegt, desto höher ist der monatliche Tarif. Generell können Nutzer aber ein sehr viel höheres Datenvolumen als beispielsweise mit dem Smartphone verbrauchen.

LTE Tarife für mobile Endgeräte: Hardware, Speed und weitere Handyfunktionen entscheiden

Auch wer mit einem mobilen Endgerät im Netz surfen möchte, findet Tarife vor, die nach Geschwindigkeit differenzieren. Da der Ausbau aber längst noch nicht abgeschlossen ist und man sich ohnehin häufig mit dem niedrigsten Speed zufriedengeben muss, gibt es aber auch einige Modelle, bei denen man generell Zugriff ins LTE Netz bekommt und weder eine Geschwindigkeitsbegrenzung noch ein Speedversprechen erhält. Verteuern kann sich ein Tarif dadurch, dass mit ihm auch der Erwerb passender Hardware einhergeht. Bis Mitte 2012 konnte man die in Deutschland verfügbaren Smartphones, die LTE nutzen konnten, an einer Hand abzählen. Jeder „mobile Kunde“ benötigt deshalb neue Hardware und erwirbt diese mit Vorliebe gleich mit dem Tarif. Da die Smartphones aber teuer sind, werden ihre Kosten anteilig über die gesamte Vertragslaufzeit auf den Tarif geschlagen. Wie auch beim Heimnetzwerk sehen so gut wie alle LTE Tarife eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren vor.

Neben Speed und Hardware entscheiden auch bei den LTE Tarifen für mobile Endgeräte die Höhe der Datenvolumengrenze sowie die weiteren Handyfunktionen über die monatlichen Kosten. Zumeist gibt es Komplettangebote, die eine LTE Flat und ein eine gewisse Zahl Minuten Telefonie und eine gewisse Zahl Kurzmitteilungen vorsehen. Jeder einzelne dieser Handyfunktionen kann dabei durch den Erwerb von Zusatzpaketen aufgestockt werden. Dies bedeutet, wer beispielsweise eine höhere Datenvolumengrenze wünscht, kann gegen einen zusätzlich Fixbetrag aufstocken. Zudem können auch für Telefonie und Kurzmitteilungsversand Flatrates gebucht werden.